World Chess Games for Disabled

Video von der Eröffnung der World Chess Games for Disabled

Veröffentlichungen zu den 1st World Chess Games for Disabled

Fotos der Teilnehmer

Thomas LutherAndrei ObodchukArtur KevorkovSergej SalovVictor VarezhkinSergei DenisovOlga GerasimovaRainer HoffmannOlaf DobierzinVictor StrekalovskiyDieter RieglerAmrillo AbdullayevArtem AnfinogenovHans JagdhuberFrank SchellmannAmarnath InagantiMichael GründerSergey TcapalinYulia BotalovaMikhail IvanovAndrey SkorobogatykhOlaf HoyerMarco GrudinaRichard MichalowskiThomas RudolfHolger MendeStefan KrauseOttavio FiniWolfgang KrabbeZiyoda KuchkarovaJürgen PapperitzGalina PogorelovaAndres Rey TaboadaMichele ViscoWilfried Zickert

Frank Schellmann berichtet aus Sicht eines Spielers

Frank Schellmann (Dt. Blindenschachbund)Vom 24. bis 30. Oktober 2011 fanden in Dresden die 1. Weltspiele für Behinderte (1st World Chess Games for Disabled) im Schach im RAMADA Hotel in Dresden statt. Zum ersten Mal traten Blinde und Sehbehinderte, Hörgeschädigte und Körperbehinderte in einem Turnier gegeneinander an.

Dieses Turnier wurde durch das ZMDI Schachfestival, federführend durch Dr. Dirk Jordan hervorragend organisiert und ausgeführt UND in sieben Runden nach Schweizer System bei einer Bedenkzeit von 1 Stunde 30 Minuten für 40 Züge, dann 30 Minuten für den Rest der Partie, zuzüglich für jeden Zug von 30 Sekunden ausgetragen. An den Start gingen insgesamt 35 Spieler, darunter 20 hörgeschädigte, 9 körperbehinderte und 6 blinde und sehbehinderte Spieler aus insgesamt 6 Ländern. Das Turnier genoss große Aufmerksamkeit - es wurde auch im Fernsehen darüber berichtet.

 

Weiterlesen...

Erfolgreicher Abschluss der 1st World Chess Games for Disabled

Die Entscheidung is gefallen! Thomas Luther ist der Sieger der 1st World Chess Games for Disabled.

Es wurde ausgezeichnet in den Kategorien: Gesamtwertung, Körperbehinderte (IPCA), Blinde (IBCA), Gehörlose (ICSC) und die besten Mannschaften. Jeweils die drei besten Spieler in diesen Kategorien bekamen Medaillen und Geldpreise.

World Champion for Disabled: Thomas Luther (IPCA)Thomas Luther, der für das ZMDI Schachfestival e.V. an den Start ging, konnte mit 7 Punkten aus 7 Runden das Turnier souverän für sich entscheiden und die Goldmedaille erringen. Neben dem Gesamtsieg gewann er natürlich auch die Kategoriewertung IPCA. Bei den Blindschachspielern (IBCA) konnte Olaf Dobierzin von der Schachgemeinschaft Leipzig Silber gewinnen. Ebenfalls Silber gewann der Dresdner Thomas Rudolf, der mit seinem Team IPCA II in der Mannschaftswertung 17 Punkte erkämpfte. 17 Punkte erreichten auch die Gehörlosen aus Russland. Beide Mannschaften mussten sich nur dem Team IPCA I (21 Punkte) mit Thomas Luther, Andrei Obodchuk, Victor Strekalovskiy und Sergei Denisov geschlagen geben.

Nun liegen 5 Tage voll gutem Schach und neuen Impressionen hinter uns und wir ziehen eine Schlussbilanz. Die 1st WCGD waren ein voller Erfolg und es wird schon erwartungsvoll auf das nächste Turnier in zwei Jahren geschaut.

 Endstand Gesamtwertung

 Endstand Kategorien IBCA, ICSC bzw. IPCA

 Endstand Teams

Weltschachspiele in den Medien

Über die 1st World Chess Games for Disabled wird aktuell in den Medien berichtet. Neben Berichten in Zeitungen gab es auch bereits 3 Beiträge im Fernsehen:

Wir ziehen eine Zwischenbilanz

Sergej SalovDie Teilnehmer spielen nun schon 5 Runden um den Titel des "Champion of World Chess Games for Disabled" und schenken sich dabei nur sehr wenig. Remis werden wenig gegeben und die Schachspieler geben alles. Kein Wunder, denn manche haben einen langen Weg und viele Strapazen auf sich genommen, um an diesem Turnier teilnehmen zu können. Spieler aus Indien (Amarnath Inaganti) und Usbekistan (Amrillo Abdullayev und Ziyoda Kuchkarova), sowie eine große russische Delegation und viele Spieler aus dem näheren europäischen Umkreis, wie Italien (Michele Visco, Marco Grudina und Ottavie Fini) und Spanien (Andres Rey Taboada), haben sich in Dresden versammelt.

Nicht immer verläuft dabei alles ohne Probleme. Zum Beispiel als Thomas Rudolf als Dresdner und Rollstuhlfahrer sich auf die ungewöhnliche Partie gegen den blinden Hans Jagdhuber einstellen musste. Sein Gegner hatte ein Zeitproblem, da ein Helfer den gesetzten Zug des Gegners erst ansagen musste, dabei aber die Zeit schon runter lief und dies Jagdhuber in der gesamten Partie dann in Bedrängnis brachte. Doch das Problem wurde für zukünftige Partien behoben und so kam es bis jetzt im Turnier noch zu keinen größeren Auseinandersetzungen.

An erster Stelle steht immer noch der Großmeister Thomas Luther aus Deutschland und versucht weiterhin seine Spitzenposition gegen Schachfreunde des deutschen Gehörlosenverbandes, wie Sergej Salov, und der russischen Delegation, mit Andrei Obodchuk, zu verteidigen, die sich mit ihm in der Spitzengruppe befinden.

Nun sind es nur noch 2 Runden bis zum Ende des Turnieres und einer entgültigen Entscheidung. Es bleibt spannend.

 

Mannschaftswettkampf der 1st WCGD

Jeder Spieler kämpft bei den 1st World Chess Games for Disabled um den Sieg. Doch seit der zweiten Runde kämpfen sie nicht mehr ganz alleine. 2 Tage hatten die Teilnehmer Zeit sich in Vierer-Mannschaften zusammen zu finden, denn bei den WCGD wird nicht nur der beste Spieler, sondern auch das beste Team ausgezeichnet. Nun haben sich 8 Mannschaften gebildet und bei jedem Sieg gehen nicht nur Punkte auf das eigene Konto sondern auch auf das der Gruppe in der man spielt. Bei der Gruppenbildung zeigten einige Spieler eine gewisse Kreativität, wenn auch nur vereinzelt. Zum Beispiel fanden sich die drei italienischen Spieler Michele Visco, Marco Grudina und Ottavio Fini mit dem spanischen Schachfreund Andre Rey Taboada zusammen und nannten sich ganz keck das „Team Latin deaf“.

Jetzt nach der 5. Runde liegt das Team Luther, Obodchuk, Denisov und Strekalovskiy, mit 16 Punkten insgesamt, an der Spitze und sie werden weiter versuchen ihre Position zu halten.

Durch die Teambildung kommen sich die Spieler näher. Es bleibt noch aus, welche Mannschaft am Ende den Titel „World Team Champion Chess for Disabled“ erringt  und wir wünschen allen Schachfreunden viel Glück.

Team Latin:Andres Rey TaboadaTeam Latin:Marco GrudinaTeam Latin:Michele ViscoTeam Latin:Ottavio Fini

Unsere Turnierhelfer

Blindenschach mit HelferJedes Turnier braucht Organisationshelfer, damit alles reibungslos abläuft. So auch die 1st World Chess Games for Disabled. Doch die Helfer müssen nicht nur Schachfiguren aufstellen, Patieformulare austeilen, und das Turnier im Hintergrund zusammenhalten, sondern auch aktiv bei den Partien mithelfen. Bei den Behinderten ist es unabdingbar, dass bei manchen Partien eine zusätzliche Person neben den Spielern anwesend ist und auf verschiedene Weisen zum fließenden Ablauf des Spieles
beiträgt. So sind zum Beispiel einige der Helfer bei einer Partie mit einem blinden Schachspieler dabei und übernehmen die Züge vom Blindenbrett auf das Spielbrett und sagen die Züge des Gegners an, wenn dieser gezogen hat. Bei den WCGD sind zur Zeit mehr als 6 Helfer für Begegnungen dieser Art zuständig und bemühen sich bei Partien, bei denen ein Spieler nicht eine eigene Begleitperson mitgebracht hat, um einen geregelten Gang des Matches.

Ein besonderer Dank geht hier an all diese Helfer und ihre ausgezeichnete Arbeit:

Hartmut Schöne, Helga Jäsche, Claus Förster, Maria Banda, Paul Schuberth, Heiner Orlovius und Orland Krug

Die ersten drei Runden und es geht noch weiter

Amarnath Inaganti

Nun sind die ersten drei Runden der 1st World Chess Games for Disabled gelaufen und das Feld der Spieler geht langsam auseinander. Weiterhin mit vorne dabei ist GM Thomas Luther, sowie mehrere Spieler der russischen Delegation.

Viel ließ sich nach der ersten Runde noch nicht sagen, außer dass diese ohne ein einziges Remis zum Ende gekommen ist. Die Spieler waren erpicht darauf zu gewinnen und Remisangebote wurden weder ausgesprochen noch akzeptiert.

In der zweiten Runde, am Mittwoch dem 26.10.2011, sah die Situation dann schon anders aus. Die Spieler kamen Traditionstreu in ausgefallenen Bekleidungen, wie hier zu sehen Amarnath Inaganti aus Indien, und waren auch etwas gutmütiger mit den Remis. So wurde in den Partien Artem Anfinogenov (RUS) gegen  IM Sergej Salov (D), Victor Varezhkin (RUS) gegen den obengenannten Inder Inaganti und in der Partie Wolfgang Krabbe (D) gegen Olaf Hoyer (D) Remis gespielt.

Eine kleine Spitzfindigkeit gelang IM Sergej Salov in der dritten Runde. Mit einer bekannten Eröffnungsfalle, in die sein Gegner Michael Gründer auch prompt tappte, gelang Salov ein schneller Sieg in elf Zügen.

TV Übertragung

Besonderes Interesse gilt den ersten vier Partien, die wie bei jedem großen Turnier, ausgetragen vom ZMDI Schachfestival Dresden e.V., live ins Internet übertragen werden und auch im Saal auf einem großen Fernseher zu sehen sind. Die Spieler werden so nicht in ihren Überlegungen gestört und Interessierte können sich alle vier Partien zusammen auf einem Bildschirm ansehen und analysieren.

Insgesamt ist das Turnier geprägt von gegenseitigem Respekt und Kameradschaft unter den Spielern. Die Lösung von auftretenden Problemen, die bei einem Turnier solcher Art fast unvermeidlich sind, erfolgt ohne Probleme und mit gegenseitigem Einvernehmen.

Dieser Dienstag forderte den Spielern viel ab. Es wurden zwei Runden an einem Tag gespielt, wobei jede Partie fast 5 Stunden geht, eine relativ lange Zeit, selbst bei den mit durchhalte fähigem Sitzfleisch ausgestatteten Schachspielern. Ein weiterer doppelrundiger Tag wird der Freitag werden und es bleibt nur zu wünschen, dass die Spieler starkes Schach auch am Ende des Tages spielen.

1st World Chess Games for Disabled haben begonnen

Präsidenten der ICSC, IBCA und IPCAAm 25. Oktober 2011 haben die ersten World Chess Games for Disabled (WCGD) mit ihrer offiziellen Eröffnung begonnen. Zu den Feierlichkeiten erschienen auch Persönlichkeiten aus Dresden, wie der, in Vertretung des Präsident des Deutschen Schachbundes erschienene, Bundesrechtberater, Martin Keeve, der Präsident des Kreissportbundes Dresden, Jürgen Flückschuh, und der Hoteldirektor des RAMADA Hotels, in dem das Turnier auch stattfindet, Jan Burghardt. Die Eröffnungszeremonie beinhaltete auch eine flotte Tanzeinlage von Lisa-Marie Gräfe und Steve Hädicke, beide vom Tanzklub Galaxy Dresden, die mit Standard- sowie Lateintänzen Schwung in diese Veranstalltung brachten. Besondere Bedeutung erlangt die Veranstaltung durch die Anwesenheit  der drei Präsidenten der Weltverbände für Behinderte: Michele Visco als Präsident des ICSC (International Committee of Silent Chess), Ludwig Beutelhoff, Präsident des IBCA (International Braille Chess Association), und der Präsident des IPCA (International Physically disabled Association), Zbigniew Pilimon, aus Polen.

Mit 35 Teilnehmern aus 6 Nationen, mitunter weit angereist aus Indien und Spanien, gewinnt das WCGD an internationalem Interesse und Experten bezeichnen diese Weltmeisterschaft aller Arten der Behinderung als einen Vorreiter, der die Geschichte des Behindertenschachs grundlegend beeinflussen wird.

GM Thomas LutherMit dabei auch bei diesem Turnier GM Thomas Luther. Er wird jetzt schon als einer der Spitzenspieler dieses Turniers gesehen und hat auch noch eine bedeutende Funktion inne: Luther ist  beim letzten Weltkongress  zum offiziellen "FIDE Adviser Chess for the Disabled" berufen worden.

Die World Chess Games for Disabled werden bis nächsten Samstag, den 29. Oktober, im RAMADA Hotel Dresden ausgetragen und versprechen viele spannende Partien mit interessanten Spielern und viel gutem Schach.

1st World Chess Games for Disabled

Das Turnier soll aller zwei Jahre (2011 - 2013 - 2015) stattfinden. Die ersten drei Veranstaltungen werden in Dresden vom ZDMI Schachfestival e.V. ausgerichtet.